Posts mit dem Label Syrah werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Syrah werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 11. August 2015

Saint-Joseph "Terres d'Encre" von Georges Vernay

Saint-Joseph gehört nebst Crozes-Hermitage mengenmässig zur bedeutesten Anbauregion an der Nordrhone. Das Gebiet liegt westlich der Rhone und ersteckt sich von Cornas bis Condrieu und liefert hauptsächlich elegante Weine aus Syrah. Weine mit Charakter, frischer Säure und einer beerigen Würze. Syrah, wie ich es mag! Ein Paradebeispiel eines solchen Weines ist der Saint-Joseph "Terres d'Encre" 2013 von Georges Vernay...



 
Der Terres d'Encre glänzt im Glas mit einem kräftigen Rubinrot. Das Bouquet wirkt zurückhaltend, jedoch frisch und saftig. Da vernehme ich rote Beeren, schwarzer Pfeffer, sowie den Duft frischer Rosen und mediterraner Kräuter. Im Mund wirkt er mittelkräftig und gut balanciert, durch die kräftige Säure allerdings auch etwas fordernd. Die Tannine sind geschmeidig und genau so reif wie die würzigen Fruchtnoten. Im langen Abgang sind dann auch mineralische Noten zu vernehmen, welche für einen spannende Tiefe sorgen. 

Ein gelungener Saint-Joseph mit traditionellem Charakter und mit gerade mal nur 12,5% Vol. herrlich frisch! Ein Kaminwein für Liebhaber dieser kühlen Stilistik oder als Begleiter zu leichten Wildspeisen. Aktuell unbedingt dekantieren, trinken jetzt bis 2021. Erhältlich für aktuell 29.- CHF bei Gerstl


Dienstag, 4. August 2015

Spassgarantie aus Limoux - Les Pépieux Plô Roucarels

Im Südwesten des Languedoc liegt die AOC Limoux, welche grundsätzlich für ihre Schaumweine bekannt ist. Doch entstehen dort auch tolle und sortentypische Rotweine, was das Önologenpaar Julia & Julien vom Weingut Plô Roucarels bestens beweist. Und wer denkt, dass es aus dieser Gegend nur alkoholreiche und strukturlose Fruchtbomben gibt, der liegt definitiv falsch. Denn trotz der Fülle und verführerischen Fruchtdichte, bringen die beiden Quereinsteiger frische und strukturvolle Weine in die Flasche. Ein gelungenes Beispiel dafür ist der "Les Pépieux" 2012 welcher aus 70% Carignan und 30% Syrah gekeltert und anschliessend im grossen Holzfass ausgebaut wird....





Der Les Pépieux präsentiert sich im Glas in dunklem Rubinrot mit violetter Mitte. Im Duft ist er herrlich frisch und voller Fruchtigkeit. Hält man die Nase ins Glas, so stellt man sich einen Korb voller dunkler Früchte mit Brombeeren, Heidelbeeren und Cassis vor. Dahinter zeigen sich zudem Aromen nach Pfeffer, Tabak und etwas Zimt. Am Gaumen wird sofort klar: ein Mund voller Wein! Denn mit seinen 14% Vol. macht er dort ordentlich Druck, wirkt aber nie zu fett. Dafür sorgen nicht nur die weichen Gerbstoffe, sondern auch die verspielte Säure und die präzise Struktur. Im Abgang bleibt das Tannin etwas auf der Zunge haften und die Säure packt nochmals gut zu. 
 

Les Pépieux ist einfach zu trinken und trotzdem voller Spannung. Alles ist gut balanciert und mit sortentypischem Charakter ausgestattet. Obwohl er bereits jetzt Spass bereitet, darf man ihm ein paar Jahre im Keller zutrauen. Wer ihn trotzdem bereits entkorken möchte, sollte grosse Gläser verwenden und ihn leicht gekühlt geniessen. 

Ein gehobener Alltags-Spass für kühle Herbstabende, am besten zu Wildgeflügel oder am festlichen Tisch. Trinken jetzt bis 2021, erhältlich für rund 20.- CHF bei Gerstl

Montag, 13. Oktober 2014

Biodynamischer Grand Cru - Syrah Antica Cornulus

Stéphane Reynard und Dany Varone von der Domaine Cornulus gehören zu den bekanntesten und zugleich ambitioniertesten Walliser Winzern. 15 Hektaren autochthone sowie internationale Sorten, verteilt auf rund 250 Terrassen, bis zu 90 Jahre alte Reben und bei Degustationen von Walliser Gewächsen stets unter den Besten. Nachdem mich ihr einheimischer Spitzenwein, der Cornalin Antica, bereits seit Jahren begeistert, habe ich mir vor wenigen Tagen ihr 2010er Syrah aus der Antica Reihe aufgezogen.

Speziell zu erwähnen ist, dass die Weinberge der Antica Reihe seit dem Jahr 2000 biodynamisch bewirtschaftet werden und was einst als Experiment begann, liefert mittlerweile konstante Ergebnisse voller Charakter und Tiefe. Meine persönliche Erkentnisse: top Qualität und jede Menge Trinkspass! 


Im Glas strahlt er in einem dichten und kräftigen Rubinrot. Hält man dort seine Nase hinein, springen einem opulente Aromen nach Waldbeeren, Himbeeren, Schwarzkirschen und Pfeffer entgegen. Dahinter folgen dezente Noten nach Rauch, Speck und einer gut eingebundenen Barriquewürze. Genau so kräftig wie in der Nase, entfaltet sich der Wein auch am Gaumen, wo er von einer markanten Säure und seidenweichen Gerbstoffen begleitet wird. Mit jedem Schluck wird dieser Syrah stoffiger, aber auch zugänglicher und vereint Eigenständigkeit mit internationalem Format. Im Abgang ist er lang, würzig, frisch, herb und etwas bitter zugleich - er braucht (viel) Luft und Zeit bis diese Eigenschaften im Einklang stehen und man ihn ganz versteht. 

Denn sobald dies soweit ist, steht dem puren Genuss nichts mehr im Wege. Doch leider ist dann die erste Flasche auch schon beinahe leer und man kann die Nächste kaum erwarten...

Passt zu Wild, Kaninchen und einer kalten Walliserplatte - zu geniessen jetzt bis 2019!

Montag, 26. August 2013

Ein Syrah auf Samtpfoten - "Cayas " J.R. Germanier

Ursprünglich im französischen Rhonetal kultiviert, ist die Syrah Traube mittlerweile ein globaler Allrounder. Denn so verschieden wie ihre Anbaugebiete, sind auch ihre jeweiligen Charakteristika. Wer allerdings einen filigranen Syrah, fernab von modernen und marmeladigen Fruchtbomben sucht, wird im Wallis fündig. Durch die klimatischen Bedingungen und die schieferhaltigen Böden besitzt der grösste Weinkanton der Schweiz die perfekten Grundlagen für eigenständige und charaktervolle Gewächse. Wer sein Handwerk beherrscht, der schöpft das Potential der Syrah-Traube unter diesen Bedingungen vollends aus und verleiht ihr einen rustikalen und zugleich eleganten Charakter. Einer davon ist Jean-René Germanier, der nebst den autochthonen Rebsorten Humagne Rouge und Cornalin auch einen tiefgründigen Syrah in die Flasche zaubert...


Die Trauben werden von Hand gelesen und nach einer 20-tägigen Maischegärung in die Barriques abgefüllt. Dort ruht der Wein rund 12 Monate, bevor er in die Flasche und anschliessend in den Verkauf kommt. Ins Glas fliesst dieser elegant duftende Syrah rubinrot und bildet dort eine dunkelrote Mitte. Obwohl der Wein auf den ersten Blick sehr konzentriert wirkt, verspricht sein Nasenbild Aromenvielfalt und Eleganz, welche an einen Burgunder erinnern. Denn dort sind Noten nach Brom- und Johannisbeeren zu vernehmen, gefolgt von dezenten Vanillenoten, einem Hauch schwarzen Pfeffer sowie etwas Rauch. Durch seine mundfüllende, aber leichtfüssige Struktur, ist der "Cayas" nicht nur ein wundervoller Begleiter von Wildspeisen und kräftigen Eintöpfen, sondern verspricht auch als Solist ein schönes Weinerlebnis. Das lange, von roten Beeren und erdigen Noten begleitete Finale zeigt perfekt eingebundene Tannine und Potential für viele weitere Jahre.

Der "Cayas" ist kein Draufgänger, sondern ein zurückhaltender und tiefgründiger Begleiter für genussvolle Stunden. Ein Flüssigelixier mit viel Tiefe, welches unbedingt mit seinen besten Freunden zelebriert werden sollte und sein Geld absolut wert ist - grossartig!

Der Wein





Land/Region: Schweiz, Wallis
Jahrgang: 2010
Rebsorte: Syrah

Preis: 38.- CHF / 28 Euro
Genuss: jetzt bis 2022
Passt zu: Eintopf, Wild und Trockenfleisch

Erhätlich bei: Jeggli Weine

Sonntag, 16. Dezember 2012

Explosiver Syrah aus Washington State

Sie sind bekannt, auffallend und nichts für konservartive Weintrinker - Charles Smith's Weinetiketten. Wobei einige Tropfe aus seinem grossen Sortiment auch geschmacklich nichts für Weintrinker alter Schule sind. Sie kommen besonders üppig daher, sind voller Frucht und vor allem jung zu geniessen. Sonnenverwöhnte Weine für Jedermann, welche dennoch vor Charakter nur so strotzen - eine richtige (Frucht)Bombe eben...


   


Erwartungsgemäss fliesst dieser explosive Tropfen in dunklem Weinrot ins Glas. Die Nase wirkt opulent, herrliche fruchtig und gar mit rauchigen Nuancen. Zu vernehmen sind dunkle Johannisbeeren, Kirschen sowie ein Hauch Gewürze. Bereits beim ersten Schluck wirkt er im Abgang trocken, zeigt gar etwas Reserven und präsentiert sich erstaunlich vielseitig. Am Gaumen zeigen sich nach und nach komplexere Aromen nach Kaffee und gar Anhänge zur BBQ-Sauce...BBQ? Richtig, denn der "Boom Boom Syrah" ist sozusagen der optimale Begleiter zu kräftigen Fleischspeisen, womöglich vom Grill und das alles an einem kühlen Sommerabend. Auch im Abgang, welcher angenehm haften bleibt, zeigen sich rauchige Noten und erwartungsgemäss viele Fruchtaromen. Das Tannin wirkt etwas quirlig und bitter, was jedoch spätestens bei entsprechender kulinarischen Begleitung schwindet. Kein Genusswein, aber trotzdem erstaunlich vielseitig und hochexplosiv - Boom!




Seit 1998 produziert Chales Smith im sonnigen Washington State Weine. Diese stammen aus Bestlagen des Walla Walla Valley und vielen anderen Regionen. Mit der Philosophie, mit seinen Weinen den Charakter des Klimas sowie des Weinberges wiederzuspiegeln, wurde er in den USA zum "Winemaker of the Year 2009" gekürt. Seine Top-Weine erhalten zudem Höchstnoten und sind besonders beim "Wine Enthusiast" sehr beliebt. Und die ausgeflippten Etiketten? Das ist wohl ein Teil eines Erfolgskonzeptes, welches vollends aufgeht!


Der Wein












Land/Region: USA, Washington State
Jahrgang: 2010   
Rebsorten: Syrah, Malbec und Grenache (jeweils ca. 2 %)
Preis: 21.- CHF / 15.- Euro
Genuss:  jetzt trinken oder lagern bis 2017
Passt zu: Steak vom Grill und anderen Grilladen



Dienstag, 9. Oktober 2012

Kraftpaket aus dem Languedoc - Les Escarboucles

Während der Südfrankreich-Degustation im Mövenpick Weinkeller in Basel wurde ich von vollmundigen und kräftigen Weinen nahezu überrollt. Die Region liegt derzeit absolut im Trend, was nicht zuletzt zwei absolut genialen Jahrgängen zu verdanken ist. Mein Highlight des Abends überzeugte durch eine bemerkenswerte Kombination aus Kraft und Finesse - Les Escarboucles vom Weingut Château l'Euzière...


Ein Wein, der auf Anhieb mit seiner Optik besticht: mit dunkelroter Farbe und mit leicht violetten Reflexen fliesst er ins Glas, wo er seine Wärme und Kraft geradezu ausstrahlt. Das opulente Bouquet duftet nach Heidel- und Brombeeren sowie einem Hauch südländischer Kräuter. Dahinter Noten nach Kaffee, Schokolade und etwas Unterholz. Am Gaumen wirkt er zupackend und konzentriert, ohne jedoch überladen zu sein. Anschließend bahnt sich mit zunehmenden Noten nach schwarzen Kirschen und Gewürzen ein langes, dunkelbeeriges Finale an. In diesem sind Temperament und Eleganz wunderbar vereint, was den Wein auch lange nach dem Schlucken interessant macht und ihm viel Charakter verleiht. Als Essensbegleiter oder als Solist - der Les Escarboucles wirkt authentisch und macht unheimlich viel Freude.


Das Weingut - Château l'Euzière



Das Weingut Château l’Euzière befindet sich ca. 25 km nördlich von Montpellier und somit im Herzen der Appellation "Pic Saint Loup". Die beiden Geschwister Michel und Marcelle Causse betreiben das Weingut, das rund 23 Hektar Rebfläche besitzt, bereits als vierte Generation und dies mit grossem Erfolg. Les Escarboucles ist ihr absolutes Spitzencuvée, welches wie alle anderen Weine von L’Euzière, zu einem absolut fairen Preis zu haben ist.

Der Wein

Land/Region: Frankreich, Languedoc
Jahrgang: 2009
Rebsorte: Syrah, Grenache und
Mourvèdre
Preis: 24.- CHF / 17 Euro
Genuss: jetzt bis 2016
Passt zu: Steak vom Grill, Schweinemedaillons an dunkler Sauce

Sonntag, 16. September 2012

Bodegas Bordoy - Mallorca's Weinbau Referenz

Wer glaubt, dass man auf Mallorca nur Badeurlaub machen kann, liegt definitiv falsch. Vom 26. August bis 02. September 2012 weilte ich auf der spanischen Ferieninsel, welche sich im südlichen Streifen des "Weingürtels" befindet, fruchtbare Böden besitzt und ein beständiges und zugleich warmes Klima aufweist. Gegebenheiten, welche sich für den Weinbau bestens eignen. Dieser hat auf Mallorca eine alte Tradition, diente einst zum Eigenverbrauch und wurde immer mehr zum Trend. Mittlerweile teilen sich auf der balearischen Insel über 50 Weingüter rund 2000 Ha Rebfläche. Durch einen Insider-Tipp durfte ich Mallorca's vorzeige-Weingut "Bordoy" besichtigen und war positiv überrascht...


Bodegas Bordoy - Die Geschichte

Haupteingang der Bodegas Bordoy

Die Anfänge des Weinguts liegen im Jahre 1993, als Miquel Sastre Bordoy die Parzellen “Els camps de  Sa Vinya“ und „s’Aljub Vermell“ und das dazugehörige Landgut Sa Torre erwarb. Die Rebstöcke wurden mit viel Know-How und Fürsorge gepflegt, was sich bis heute bezahlt gemacht hat und im gleichen Stil fortgeführt wird. Seit 2006 werden die Weine, welche aus reiner Handarbeit entstehen, unter der Führung von Önologe Sergio Navarro produziert. 


Von der Rebe in die Flasche


Die Rebstöcke befinden direkt neben der Bodegas

Mit 300 - 400 ml Regen pro Jahr, milden Wintern und rund 2800 Sonnenstunden im Sommer herrscht ein durchweg mediterranes Klima, welches der Weinqualität in vielen Belangen entgegen kommt. Auf kalkhaltigen Steinböden werden auf rund 20 Ha Rebfläche diverse Traubensorten kultiviert, allen voran Merlot, Syrah und Cabernet Sauvignon. Auch der Chardonnay und die autochthonen Rebsorten Prensal und Callet fühlen sich hier wunderbar zu Hause. Die Trauben werden bei der Ernte sorgfältig von Hand gelesen, schonend gepresst und in Stahltanks gekühlt. Bevor der Wein in die Flasche kommt, reift dieser in rund 150 Eichenfässern (80% französisch und 20% amerikanisch), welche alle 5 Jahre erneuert werden.


Stahltanks in der Weinhalle der Bodegas Bordoy

Die Weine der Bodegas Bordoy weisen enorm viel Charakter und eine hohe Qualität auf. Auf Massenproduktion wird konsequent verzichtet, denn in der Philosophie des Weinguts steht Qualität und Genuss an oberster Stelle. Nebst der aufwendigen Handlese und der schonenden Pressung erfolgt selbst das Etikettieren von Hand. Jede Flasche wird einzeln verkorkt und etikettiert, bevor die Kapsel ebenfalls in reiner Handarbeit angebracht wird.

Die Degustation

Eingang zum Degustationsraum

Im temperierten Weinkeller, wo die frisch geernteten Trauben gekühlt werden und die rund 150 Barriques ruhen, werden auch Degustationen durchgeführt. Es herrscht ein tolles und einladendes Ambiente, wo ich mich auf Anhieb wohl gefühlt habe und so richtig Lust auf den ersten Schluck Wein verspürte. Am Eingang werden stolz Medaillen und Auszeichnungen präsentiert, die man auf internationalen Weinmessen erhalten hat - absolut zurecht, wie ich nach der Degustation anerkennen muss.

Angefangen beim leichten Weisswein "Blanc", welcher aus der einheimischen Rebsorte Prensal gekeltert wird und sich als genialer Apéro-Wein entpuppt, bis hin zum kraftvollen und lang anhaltendem "Reserva" - ich habe mich genüsslich durch das komplette Sortiment getrunken. Besonders gut gefallen haben mir folgende Tropfen:


Blanco Barrica (100% Chardonnay)


Super Nase nach gelben Früchten, die viel Kraft und Eleganz zugleich vermittelt. Am Gaumen gehaltvoll, komplex und eine superfeine Säure. Im langen Finale leicht cremig und eine dezente Würze, ein toller Chardonnay!






Reserva (Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot)


Zurückhaltenes Nasenbild und dunkles Rot im Glas. Ein Wein mit viel Tiefe, der vor allem viel Luft benötigt. Wenn er sich öffnet gibt er sich komplex, kräftig und rotbeerig. Im langen Abgang robust und sanft zugleich, sehr fein!






Syrah (100% Syrah)


Opulente Nase nach dunklen Beeren, Lakritz und Leder. Gaumenfüllend, trocken und sehr lang. Ein Wein, der in Kombination mit einem gehaltvollen Saucengericht sein Potential ausspielt, mein "Geheimfavorit".






Fazit

Durch das Klima und das kalkhaltige und zugleich trockene Terroir erhalten internationale Rebsorten einen neuen Geschmack, ohne ihre Werte und ihren Charakter zu verlieren. Die daraus gekelterten Weine bereiten unheimlich viel Freude, besitzen Tiefe und überzeugen in ihrer Qualität. 

Der Besuch Bodegas Bordoy war durchweg ein tolles und empfehlenswertes Erlebnis. Besonders bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei Frau Sandra Adrian, welche mich kompetent und sehr höflich durch das Weingut geführt hat.

Wer mehr über das Weingut und dessen Weine erfahren möchte, sollte unbedingt einen Blick auf die informative Homepage werfen; es lohnt sich!

http://www.bodegasbordoy.es/de/

Sonntag, 1. Juli 2012

Viel "neue Welt" für kleines Geld - O. Fournier "B Crux" und "Centauri"

Die O. Fournier Gruppe besitzt Weingüter in drei Ländern - Spanien, Argentinien und Chile. Ich habe mir ein südamerikanisches "Doppelpack" im mittleren Preissegment in den heimischen Keller gelegt und dieses an den ersten warmen Sommentagen genussvoll verkostet.




B Crux

Beim ersten Wein handelt es sich um den "B Crux", welcher aus Rebstöcken argentischner Toplagen gekelter wird und sich als überraschend komplexer Begleiter zu rotem Fleisch entpuppte... 


Land/Region: Argentinien, Medonza
Jahrgang: 2007
Rebsorte: Tempranillo, Malbec, Cabernet Sauvignon, Syrah
Preis: 25.- CHF / 17 Euro
Genuss: jetzt trinken oder lagern bis 2018




Frisch im Glas zeigt sich eine für Tempranillo typische Nase nach Brombeeren und schwarzen Kirschen. Doch auch die Cabernet Süsse macht sich bemerkbar, begleitet von einem Hauch Lebkuchen und Marmelade. Am Gaumen gibt er sich weiterhin dunkelbeerig, mit leicht spürbarem Alkohol und einer zupackenden Säure. Der "B Crux" bleibt selbst nach vielen Stunden an der Luft vollmundig und facettenreich, ohne dass der schmelzige Fruchtdruck verloren geht. Im Abgang macht sich die Shiraz Traube bemerkbar und sorgt für ein würziges und langes Finale. Ein toller und vielseitiger Tropfen, der am besten zu rotem Fleisch und krätigen Speisen genossen werden sollte. 
 
Centauri

Der zweite Wein stammt aus dem chilenischen Central Valley und ist ein richtiges Kraftpaket. Bereits gut gereift für mich der perfekte BBQ- Wein für kühle Sommerabende...
 

 
Land/Region: Chile
Jahrgang: 2008
Rebsorte: Carignan, Cabernet Sauvignon und Merlot
Preis: 25.- CHF / 17 Euro
Genuss: jetzt trinken oder lagern bis 2016




Im Glas mit einer enorm dunklen Farbe - dunkelroter Rand und einer beinnahe schwarzen Mitte. In der Nase opulente Fruchtnoten nach Brombeeren, Holunder und Cassis. Auch gesellen sich Gewürz- sowie Vanillenoten dazu. Am Gaumen mit enorm viel Fruchtdruck, noch etwas wilden Gerbstoffen und einer toll eingebunden Säure. Der Centrauri wirkt einen Hauch unkomplexer als der B Crux, präsentiert sich dafür aber umso kratvoller. Im enorm langen Abgang sind wieder dominante Cassisaromen und ein Hauch Schokolade zu vernehmen. Ein fantastischer und vollmundiger BBQ-Wein aus der "neuen Welt"!

Das Weingut

Quelle: http://www.ofournier.com

Die O.Fournier Gruppe wurde im Jahre 2000 ins Leben gerufen, mit dem Ziel internationale und vor allem qualitativ hochwertige Weine zu produzieren. In drei Ländern (Spanien, Argentinien und Chile) werden jährlich rund 1.5 Millionen Flaschen abgefüllt. Um die Qualität über die vielseitige Weinpalette zu gewährleisten, besteht eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Winzern und Produzuenten. 

Mehr Informationen zu den Weinen und den Weingütern sind auf der Homepage zu finden.


Donnerstag, 7. Juni 2012

Klassische Herkunft, moderner Winzer - Côtes du Rhône Guy Louis


 


Welch herrliche Nase nach roten Beeren, mediterranen Gewürzen und getrockneten Kräutern. Der Wein begeistert nicht nur durch sein Nasenbild, sondern seiner dunkelroten Farbe mit nahezu schwarzen Reflexen. Am Gaumen lassen die Emotionen leider etwas nach - dort gibt er sich weiterhin rotbeerig mit deutlichen Kirscharomen, relativ stoffig und gut eingebundenen Tanninen. Trotz der opulenten und frischen Nase wirkt der Wein am Gaumen auch nach rund zwei Stunden im Glas etwas stumpf. Das lange Finale wirkt wiederum frischer und endet auf der Frucht, begleitet von leicht erdigen Noten. Ein klassischer Rhone-Wein dem weitere Flaschenreife keinesfalls schadet und man unbedingt als Essensbegleiter geniessen sollte.





Der Winzer


 
Das Maison Tardieu-Laurent liegt in der südfranzösischen Gemeinde Lourmarin. Michel Tardieu gilt als Weinpionier einer neuen Generation und hat sich in dieser Gegend eine Vorbildfunktion erarbeitet. Als Unterstützung in der Weinbereitung steht ihm seit einigen Jahren sein Sohn Bastien zur Seite. 

Mehr Informationen sind auf der Homepage zu finden. 


Der Wein


Land/Region: Frankreich, Rhone
Jahrgang: 2006
Rebsorte: Syrah und Grenache
Preis: 32.- CHF / 22 Euro
Genuss: jetzt trinken oder lagern bis 2018
Passt zu: Lammkoteletts vom Grill, Wild und Eintopf
  

Montag, 6. Februar 2012

Panamera Cuvée Napa

Panamera? Panamera! Letztes Wochenende den Namensvetter im Glas...

Panamera Cuvée Napa

Land/Region: USA, Kalifornien
Jahrgang: 2007
Typ: Rotwein
Rebsorte: Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot, Petit Verdot, Petite Sirah, Syrah, Malbec
Preis: ca. 24.- CHF (Mövenpick)
Preis/Genuss: angemessen
Lagerfähigkeit: jetzt trinken oder lagern bis 2017

Bewertung: 85/100


Quelle: www.brogsitter.de


Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot, Petit Verdot, Petite Sirah, Syrah und  Malbec - ganze sieben Rebsorten wurden in diesem Napa Valley Cuvée vereint. Kräftiges Dunkelrot im Glas und entsprechend saftiges Frucht-Bouquet nach Himbeeren und Kirschen in der Nase. Dazu gesellen sich würzige Noten und ein Hauch von Kräutern. Im Gaumen weiterhin fruchtig, durch die Säure frisch wirkend und leicht erdig. Gegen Ende wieder würziger und wegen der Gerbstoffe mit zartpelziger Struktur. Das trockene und fruchtbetonte Finale wirkt harmonisch und hält gut an. Ein Wein, der bereits gut gereift ist und sein Potential besonders zu kräftigen Speisen entfaltet.

Passt zu: Steak, rotem Fleisch mit Sauce